FAQs &
Rechtsgrundlagen

Essenzielle Grundlagen für eine erfolgreiche Wintersportwoche.

Markierungshütchen im Schnee

Über die Durchführung von mehrtägigen Schulveranstaltungen entscheiden die Schulpartner (Schulgemeinschaftsausschuss, Schul- bzw. Klassenforum), wobei sie das Ziel, den Inhalt und die Dauer einer Veranstaltung festlegen. Darüber hinaus können die Schulpartner auch einen Kostenrahmen der Schulveranstaltung festlegen.
Weiters obliegt es auch den Schulpartnern, Sicherheitsrichtlinien für bewegungserziehliche Schulveranstaltungen zu beschließen, wobei das diesbezügliche Rundschreiben Nr. 1/2009 des Unterrichtsministeriums als Basis zu dienen hat.
 

Rechtsquellen:
§ 3 Abs 2, § 9 Abs 1, § 10 Abs 1 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)
Richtlinien 2009 für die Durchführung bewegungserziehlicher Schulveranstaltungen (RS Nr. 1/2009)

Veranstaltungen bis zu einem Tag dauern jeweils entweder bis zu fünf Stunden oder höchstens einen Tag und dürfen höchstens in folgendem Ausmaß durchgeführt werden:

Schulstufe/Schulart

Ausmaß
(bis zu 5 Stunden)

Ausmaß
(mehr als 5 Stunden)

Vorschulstufe,
1. und 2. Schulstufe

in dem unter Bedachtnahme auf die Anforderungen des Lehrplanes erforderlichen Ausmaß

3. und 4. Schulstufe

je Schulstufe 13

5. bis 8. Schulstufe

je Schulstufe 9

je Schulstufe 2

Polytechnischer Lehrgang

10

4

Berufsschule

je Schulstufe 6

je Schulstufe 2

ab der 9. Schulstufe (außer Polytechnischer Lehrgang und Berufsschule)

je Schulstufe 9

je Schulstufe 4

 

Abweichend davon darf in der 3. und in der 4. Schulstufe sowie in der Berufsschule jeweils höchstens eine bis zu fünf Stunden dauernde Veranstaltung länger als fünf Stunden dauern, wenn im Hinblick auf die Aufgabenstellung der Veranstaltung sowie in Bezug auf den Lehrplan mit der Dauer von fünf Stunden das Auslangen nicht gefunden werden kann.

Weiters können solche Veranstaltungen im Rahmen des gemäß § 8 für mehrtägige Schulveranstaltungen zur Verfügung stehenden und noch nicht konsumierten Ausmaßes durchgeführt werden.

Rechtsquelle:
§ 5 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) idgF

Schulveranstaltungen dienen der Ergänzung des Unterrichts und sind als Klassenveranstaltung konzipiert, daher ist es aus pädagogischen ebenso wie aus finanziellen Erwägungen heraus sinnvoll, dass möglichst viele Schüler:innen daran teilnehmen. Die Schulveranstaltungenverordnung sieht bei mehrtägigen Schulveranstaltungen eine Teilnahme von mindestens 70 % der Schüler:innen einer Klasse vor. Dabei ist zu beachten, dass zu einer Klasse alle Schüler:innen zählen, unabhängig davon, ob sie vom Unterricht für Bewegung und Sport befreit sind oder nicht.

In der Praxis werden die vorgegebenen 70 % nicht immer erreicht. Erscheint eine Schulveranstaltung dennoch sinnvoll, kann die Schulbehörde erster Instanz die Durchführung einer solchen auch bei einem Unterschreiten der 70-%-Klausel bewilligen, wenn kein Mehraufwand verursacht wird und die Schüler:innen an der Schulveranstaltung aus gerechtfertigten Gründen nicht teilnehmen. Die Mitteilung an die Schulbehörde erfolgt durch die Schulleitung. Liegen die Voraussetzungen für die Unterschreitung der 70-%-Klausel nicht vor, darf die Schulbehörde die Durchführung der Schulveranstaltung auch nicht bewilligen.

Die Teilnahme an Schulveranstaltungen ist für Schüler:innen ebenso verpflichtend wie die Teilnahme am Unterricht, sofern nicht gerechtfertigte Gründe für das Fernbleiben vorliegen. Dies ist der Fall bei:

– Gerechtfertigter Verhinderung (zB bei Krankheit oder außergewöhnlichen Ereignissen im Leben der Schülerin/des Schülers)

– Erlaubnis zum Fernbleiben aus wichtigen Gründen

– Ausschluss der Schülerin/des Schülers von der Schulveranstaltung (Der Ausschluss erfolgt nach Anhörung der Klassenkonferenz durch die Schulleitung, wenn auf Grund ihres/seines bisherigen Verhaltens eine Gefährdung der eigenen Sicherheit oder jener anderer Personen mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.)

– Einer Nächtigung außerhalb des Wohnortes

Da die Benachrichtigung der Schule durch die Schülerin/den Schüler über die oben angeführten Gründe (auf Verlangen des Klassenvorstandes oder des Schulleiters schriftlich) erfolgen muss, hat dies zur Folge, dass sich die Schüler:innen zu einer Schulveranstaltung nicht anmelden können, sondern gegebenenfalls abmelden müssen.

Rechtsquellen:
§ 13 (3) und § 45 Schulunterrichtsgesetz (SchUG)
§ 2 (2) und § 9 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)

Dazu regelt die Schulveranstaltungenverordnung, dass die Schulleitung zunächst eine fachlich geeignete Lehrperson der betreffenden Schule mit der Leitung zu beauftragen hat. In Absprache mit der Leiterin/dem Leiter der Wintersportwoche bestellt dann die Schulleitung anstaltseigene geeignete Lehrer:innen oder andere geeignete Personen als Begleitpersonen. Die Teilnahme an Schulveranstaltungen gehört zu den Dienstpflichten jeder Lehrerin/jedes Lehrers.

Rechtsquellen:
§ 2 Abs. 3, 4 und 5 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben Nr. 17/2014, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)

Gemäß Schulveranstaltungenverordnung sind bei Schulveranstaltungen mit überwiegend bewegungserziehlichen Inhalten 12 bis 16 Schüler:innen pro Begleitperson vorgesehen. Die tatsächliche Anzahl ist aber von den geplanten Inhalten abhängig.

Für den Bereich Ski alpin, Snowboard (und verwandte Geräte) im organisierten Schneesportraum legen die „Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen“ des BMBF eine Gruppengröße von 12 Schüler:innen pro Begleitperson fest. Diese Gruppengröße darf nur kurzfristig (also in Ausnahmefällen) überschritten werden. Hier finden Sie eine detaillierte Übersichtstabelle.

Die Regelungen der Richtlinie 2014 können durch Beschluss der Schulpartner den schulischen Bedürfnissen angepasst werden. Bei der Bestimmung der Anzahl an Begleitpersonen bei Wintersportwochen ist sowohl eine Änderung nach oben als auch nach unten möglich. Jedoch muss bei einer von den Richtlinien abweichenden Regelung immer die Sicherheit der Schüler:innen sowie der pädagogische Ertrag gewährleistet bleiben. Weiters sind die Grundsätze der Sparsamkeit, der Wirtschaftlichkeit und der Zweckmäßigkeit zu beachten.

Rechtsquellen:
§ 2 Abs. 3, 4 und 5 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben Nr. 17/2014, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)

  • Volksschullehrer:in, Sonderschullehrer:in: Wenn jene Sportarten Inhalte von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen sind, für die sie im Rahmen ihrer Ausbildung befähigt wurden, bzw. wenn sie facheinschlägige Qualifikationen an einer der unten genannten Einrichtungen erworben haben.
  • Bewegungserzieher:in: Abgeschlossene Lehramtsprüfung für Bewegung und Sport.
  • Begleitlehrer:in: Lehramtsprüfung; längerfristige Erfahrung in der Begleitung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen und umfassende Kenntnis praktischmethodischer Modelle in zumindest einer der angebotenen Sportarten; Befähigung zur Leitung von Schulveranstaltungen an einer der unter unten genannten Einrichtungen.
    Für die Leitung von Wintersportwochen ist eine Ausbildung zu Landesskilehrer:in, Landessnowboardlehrer:in, Skilehrwart:in, Skiinstruktor:in, Trainer:in für Ski alpin (zumindest Instruktor:in Jugendskirennlauf), Trainer:in für Snowboard, staatlich geprüfte:r Diplomskilehrer:in, staatlich geprüfte:r Diplomsnowboardlehrer:in oder eine Ausbildung zu Begleitlehrer:in für Wintersportwochen an einer Pädagogischen Hochschule nachzuweisen.

Einrichtungen für die Ausbildung:

  • Institut für Sportwissenschaft an einer Universität
  • Pädagogischen Hochschule
  • Universitäts-Sportinstitut
  • Bundessportakademie (Bundesanstalt für Leibeserziehung)
  • Bundesheer
  • gleichwertige Ausbildungseinrichtung der Sportfachverbände (z.B. Alpenverein)
  • gleichwertige Ausbildungseinrichtung eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union

ÖAKS: Curriculum - Qualifizierung von Begleitpersonen und Begleitlehrkräften zur Anleitung von Schülerinnen und Schülern auf Wintersporttagen / Wintersportwochen – Schi alpin / Snowboard

Wenn eine Lehrperson ausfällt (zB wegen Krankheit, wegen Verletzung oder wegen notwendiger Beaufsichtigung erkrankter Schüler:innen im Quartier), ist die Skigruppe auf die verbleibenden aufzuteilen. Die maximale Gruppengröße von 12 Kindern darf jedoch nur im Ausnahmefall kurzfristig (1/2 - 1 Tag) überschritten werden.

Bei längerer Verhinderung ist von der Skikursleitung vor Ort oder aus der Schule eine Ersatzlehrperson zu organisieren.

Rechtsquelle:
Richtlinie für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben 17/2014)

Den Eltern müssen folgende Informationen rechtzeitig vor der Schulveranstaltung gegeben werden:

  • die voraussichtlichen Kosten der Veranstaltung
  • Unterstützungsmöglichkeiten
  • die konkrete Dauer der Veranstaltung
  • die Adresse der Unterkunft
  • der zeitliche Ablauf (Abfahrt, Fahrtzeit, Ankunft …)
  • die erforderliche Ausrüstung (Bekleidung, Sportmaterialien, Medikamente …)
  • ein Termin, bis zu welchem eine gerechtfertigte Abmeldung von einer mehrtägigen Schulveranstaltung außerhalb des Wohnortes erfolgen kann.

Rechtsquellen:
§ 3 Abs 2, § 9 Abs 1, § 10 Abs 1 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben Nr. 17/2014, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)

Über die Kosten einer Schulveranstaltung entscheiden die Schulpartner (Schulgemeinschaftsausschuss, Klassen- bzw. Schulforum).

Kostenbeiträge dürfen nur für folgende Ausgaben eingehoben werden:

•    Fahrt (einschließlich Aufstiegshilfen)
•    Nächtigung
•    Verpflegung
•    Eintritte
•    Kurse
•    Vorträge
•    Arbeitsmaterialien
•    die leihweise Überlassung von Gegenständen
•    Kosten im Zusammenhang mit der Erkrankung einer
      Schülerin/eines Schülers
•    Versicherungen


Die voraussichtlichen Kosten müssen den Erziehungsberechtigten rechtzeitig bekannt gegeben werden. Darüber hinaus sind die Eltern auf mögliche Unterstützungen hinzuweisen.

Die Kosten für Lehrpersonen sind nicht von den Eltern zu tragen.
Lehrpersonen haben für die Aufwendungen, die mit der Teilnahme an Schulveranstaltungen verbunden sind, Anspruch auf Ersatz der Reisegebühren entsprechend der Verordnung über die Festsetzung der Reisegebühren für die Teilnahme an Schulveranstaltungen.

Rechtsquellen:
§ 3 Abs 1 und 2 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV) idgF
§ 49a Reisegebührenvorschrift 1955 idgF (RGV)
Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Festsetzung der Reisegebühren für die Teilnahme an Schulveranstaltungen StF: BGBl. Nr. 622/1991 idgF

Grundsätzlich haben Lehrpersonen für die Aufwendungen, die mit der Teilnahme an Schulveranstaltungen verbunden sind, Anspruch auf Ersatz der Reisegebühren entsprechend der Verordnung über die Festsetzung der Reisegebühren für die Teilnahme an Schulveranstaltungen.

Auf Grund der Reisegebührenvorschriften können Leistungen für Dienstreisen von dritter Seite (z.B. Reiseveranstalter, Elternverein) in Anspruch genommen werden, sodass von Lehrpersonen Freiplätze genützt werden können. Voraussetzung ist ein Beschluss der schulpartnerschaftlichen Gremien. Weiters muss beachtet werden, dass solche Freiplätze nicht zu höheren Kosten der Schüler:innen führen dürfen, sondern eindeutig von dritter Seite übernommen bzw. als Naturalleistungen ausgewiesen werden müssen.

Entsteht für Lehrpersonen im Rahmen der Schulveranstaltung kein tatsächlicher Aufwand (Freiplatz), so ist die Reisezulage bereits abgegolten.
 

Rechtsquellen:
§ 1 Abs 4 Reisegebührenvorschrift 1955 idgF (RGV)
§ 49a Reisegebührenvorschrift 1955 idgF (RGV)
Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Festsetzung der Reisegebühren für die Teilnahme an Schulveranstaltungen StF: BGBl. Nr. 622/1991 idgF

 

Obwohl die Teilnahme an Schulveranstaltungen für Schüler/innen verpflichtend ist, können diese unter gewissen Voraussetzungen auch ausgeschlossen werden. Dabei wird unterschieden:

Ausschluss vor der Schulveranstaltung:

Der Ausschluss einer Schülerin/eines Schülers vor einer Schulveranstaltung ist dann geboten, wenn aufgrund des bisherigen Verhaltens die Gefährdung der Sicherheit (Gesundheit) der/des betreffenden Schülerin/Schülers oder anderer Schülerinnen/Schüler mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Den Ausschluss spricht die Direktion nach Anhörung der Klassenkonferenz aus.

Ausschluss während der Schulveranstaltung:

Den Ausschluss während einer Schulveranstaltung kann der/die Leiter/in einer Schulveranstaltung aus zwei Gründen aussprechen:

  • Durch das Verhalten der Schülerin/des Schülers ist die eigene oder die körperliche Sicherheit der anderen Teilnehmer/innen gefährdet.
  • Der/die betreffende Schüler/in stört die Schulveranstaltung in schwerwiegender Weise. Eine solche schwerwiegende Störung kann sowohl ein einmaliges Ereignis wie auch ein ständig wiederkehrendes Fehlverhalten sein.

Der Ausschluss ist unverzüglich der Direktion und den Erziehungsberechtigten mitzuteilen.

Die Erziehungsberechtigten sind noch vor der Durchführung einer Schulveranstaltung zu einer Erklärung verpflichtet, ob sie im Falle eines Ausschlusses ihres Kindes mit dessen Heimfahrt ohne Begleitung einverstanden sind oder selber für die Beaufsichtigung während der Heimfahrt sorgen. Die Erziehungsberechtigten haben darüber hinaus auch eine Adresse/Telefonnummer anzugeben, unter der sie tatsächlich erreichbar sind.

Da die Heimfahrt für Schüler/innen, für die kein Entfall der Aufsicht vorgesehen ist (bis inklusive 8. Schulstufe), strafrechtlich problematisch sein kann, wird empfohlen, den betreffenden Erziehungsberechtigten die erste Option gar nicht anzubieten. Zu beachten ist weiters, dass die Obsorgepflicht mit dem Ausschluss von der Schule auf die Erziehungsberechtigten übergeht und diese daher die elterlichen Pflichten wahrzunehmen haben.

Die im Zusammenhang mit einem Ausschluss anfallenden Kosten sind jedenfalls von den Erziehungsberechtigten zu tragen.

Rechtsquellen:
§ 13 (3) Schulunterrichtsgesetz (SchUG)
§ 10 (5) Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)
§ 2 (2) Zif. 5 Verordnung betreffend die Schulordnung

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Aufsichtspflicht sind im ministeriellen Aufsichtserlass 2005 des BMBF zusammengefasst und auch interpretiert. Im Mittelpunkt der Aufsichtspflicht steht immer die körperliche Sicherheit und Gesundheit der Schüler:innen. Darüber hinaus beinhaltet die ordnungsgemäße Aufsicht auch die Verpflichtung, körperliche bzw. wirtschaftliche Schäden von dritten Personen bzw. an deren Eigentum hintanzuhalten.

Die Beaufsichtigung obliegt der Lehrperson eine Viertelstunde vor Beginn bis zum Ende der Schulveranstaltung. Die Intensität und die Form der Aufsichtsführung können situationsbedingt von „nicht aus den Augen lassen“ bis „in der Nähe oder erreichbar sein“ differieren und sind immer im konkreten Einzelfall abzuwägen und zu entscheiden.

Da eine Wintersportwoche andere Anforderungen an die Schüler:innen stellt als der alltägliche gewohnte Schulalltag, ist jedenfalls ein strengerer Maßstab geboten. Der Informationsstand der Schüler:innen über die Gefahrenquellen und die Beziehung zur Umgebung ist zu berücksichtigen.

Für Schüler:innen ab der 9. Schulstufe kann die Beaufsichtigung in bestimmten Zeiträumen (z.B. für Einkäufe) entfallen, wenn eine solche aufgrund der körperlichen und geistigen Reife der Schüler:innen entbehrlich ist. Die Volljährigkeit von Schüler:innen entbindet die Lehrer:innen nicht automatisch von der Aufsichtspflicht, vielmehr ist auch hier auf den Einzelfall abzustellen.

Eine besondere Regelung erfährt die Altersgruppe der Schüler:innen der 7. und 8. Schulstufe. Hier kann die Aufsichtsführung bei Vorliegen der notwendigen körperlichen und geistigen Reife entfallen, sofern dies aus besonderen schulischen Gründen zweckmäßig ist (z.B. Selbsttätigkeit). Aufgrund des strengeren Maßstabes der Aufsichtspflicht bei Wintersportwochen kann diese Bestimmung im Regelfall nicht angewandt werden.

Darüber hinaus sind landesgesetzliche Bestimmungen (z.B. Jugendschutzgesetz) zu beachten.

Rechtsquellen:
§ 51 (3) Schulunterrichtsgesetz (SchUG)
§ 2 (1) Verordnung betreffend die Schulordnung (Schulordnung)
Aufsichtserlass 2005 (Rundschreiben Nr. 15/2005, Geschäftszahl: BMBWK-10.361/0002-III/3/2005)

Das Schulunterrichtsgesetz regelt dazu, dass die Beaufsichtigung von Schüler:innen bei Schulveranstaltungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht nur durch Lehrpersonen, sondern auch durch andere geeignete Personen (z.B. Student:innen, Erziehungsberechtigte) erfolgen kann, wenn dies für die Gewährleistung der Sicherheit erforderlich und für die Erfüllung der Aufgaben der Schule zweckmäßig ist.

Ebenso wie die Lehrpersonen haben schulfremde Begleitpersonen bei Schulveranstaltungen die Pflicht, die Schüler:innen zu beaufsichtigen. Sie sind von der Schulleitung oder von der Leitung der Wintersportwoche auf die entsprechenden Vorschriften ausdrücklich hinzuweisen.

Schulfremde Begleitpersonen werden funktionell als Bundesorgane tätig. Das hat für sie den Vorteil, dass sie das Amtshaftungsgesetz vor zivilrechtlichen Klagen schützt.

Wenn für bestimmte Sportarten weder geeignete Lehrepersonen noch andere geeignete Personen aus dem Umfeld der betreffenden Schule vorhanden sind, können geeignete gewerbliche Unternehmen und/oder Vereine, die durch die jeweilige Berufsfachorganisation anerkannt werden, herangezogen werden.

Leitung, Lehrpersonen oder Begleitpersonen sollen, wenn der Unterricht durch ein gewerbliches Unternehmen und/oder Verein erteilt wird, Assistenzaufgaben übernehmen, wobei mit dieser Tätigkeit keinerlei Entschädigungs- oder Ausgleichszahlungen durch das Unternehmen verbunden sein dürfen.

Rechtsquellen:
§ 44a und § 56 (1) Schulunterrichtsgesetz (SchuG)

Aufsichtserlass 2005 (Rundschreiben Nr. 15/2005, Geschäftszahl: BMBWK-10.361/0002-III/3/2005)
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben Nr. 17/2014, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)

Grundsätzlich sind in allen Fällen der ärztlichen Behandlung von Schüler:innen, gleichgültig ob dies auf Grund einer Erkrankung oder eines Unfalles geschieht, und unabhängig davon, ob diese bei einem niedergelassenen Kassenarzt, einem Unfallkrankenhaus oder einem öffentlichen Krankenhaus erfolgt, keine Zahlungen zum Zweck der Behandlung zu leisten.

Erkrankung:

Bei der Erkrankung von Schüler:innen richten sich die zu ergreifenden Maßnahmen nach dem für die Lehrperson erkennbaren Grad der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Für die Behandlung in akuten Erkrankungsfällen sind Ärzt:innen zu konsultieren. Medikamente dürfen nur von ärztlichem Personal und nicht von Lehrpersonen verabreicht werden, dies gilt auch für sogenannte „Hausmittel“.

Bei der Einnahme von Dauermedikamenten ist es allerdings möglich, dass Lehrpersonen diese gleichsam als „verlängerter Arm“ der Sorgepflichtigen verabreichen, falls sich die Erziehungsberechtigten damit schriftlich einverstanden erklären. Eine Verpflichtung der Lehrpersonen zur Übernahme dieser Aufgabe besteht jedoch nicht. Sie müssten hiezu auch nachweislich die erforderliche Anleitung und Unterweisung erhalten.

Bei schweren Erkrankungen ist neben der Konsultation einer Ärztin bzw. eines Arztes allenfalls auch der Transport in ein Krankenhaus zu veranlassen. In diesen Fällen sind auch unverzüglich die Erziehungsberechtigten der erkrankten Schülerin bzw. des erkrankten Schülers und die Direktion zu verständigen.

Versicherungsschutz im Krankheitsfall:

Bei der Erkrankung von Schüler:innen ist in der Regel die Krankenversicherung der Eltern leistungspflichtig. Der Versicherungsschutz umfasst die

  • Behandlungskosten,
  • Kosten einer stationären Heilbehandlung,
  • ambulante Heil- bzw. Arztkosten,
  • Transportkosten ins nächste geeignete Krankenhaus (bei medizinischer Notwendigkeit).

Unfall:

Bei Verletzungen oder Unfällen haben die Lehrpersonen unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um ihrer Verpflichtung zur Wahrung der Gesundheit der Schüler:innen nachzukommen (z.B. Konsultation einer Ärztin bzw. eines Arztes, Transport in ein Krankenhaus). Bei der Vorbereitung von Schulveranstaltungen ist darauf Bedacht zu nehmen, dass Begleitpersonen im Ernstfall Erste Hilfe leisten können (Erste-Hilfe-Ausrüstung muss in jeder Sportgruppe vorhanden sein).

Ebenso wie bei schweren Erkrankungen einer Schülerin bzw. eines Schülers sind unverzüglich die Direktion und die Erziehungsberechtigen zu benachrichtigen. Zusätzlich sind die Schulen verpflichtet, jeden Unfall einer Schülerin bzw. eines Schülers längstens binnen 5 Tagen mittels ausgefülltem Formblatt bei der zuständigen Landesstelle der AUVA anzuzeigen.

Versicherungsschutz bei Unfällen:

Schüler:innen an österreichischen Schulen sind unabhängig von der Staatsbürgerschaft aufgrund des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes beitragsfrei bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) versichert. Der Versicherungsschutz gilt bei

  • allen Unfällen, die sich im örtlichen, zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der Schulausbildung ereignen,
  • Wegunfällen, die sich auf direktem Weg zwischen Wohnung und Schule ereignen,
  • Unfällen bei der Teilnahme auf Schulveranstaltungen und schulbezogenen Veranstaltungen,
  • Unfällen bei der Ausübung einer im Rahmen des Lehrplans vorgeschriebenen oder üblichen Tätigkeit,
  • Unfällen bei einer Tätigkeit im Rahmen der Schülermitverwaltung bzw. der überschulischen Vertretung.

Der Versicherungsschutz reicht von Sachleistungen wie die Unfallheilbehandlung und Rehabilitation, Bergungskosten/Transportkosten, prothetische Versorgung/Hilfsmittel bis zu Geldleistungenwie Versehrtengeld und Versehrtenrente. Hier finden Sie einen Überblick über die Leistungen der AUVA.

Bei Bergungs-/Transportkosten mit einem Hubschrauber muss jedoch beachtet werden, dass der Versicherungsschutz nicht immer die tatsächlichen Kosten deckt und gegebenenfalls die Erziehungsberechtigten leistungspflichtig werden. Es wird daher empfohlen, für die Schulveranstaltung eine Zusatzversicherung abzuschließen. Zur Bezahlung von Gebühren im Zusammenhang mit Versicherungen können die Erziehungsberechtigten verpflichtet werden.

Für zusätzliche Transportkosten (Taxi zum/vom Arzt, Krankenhaus) für Lehrkräfte ist eine Reiserechnung zu legen.

Rechtsquellen:
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen (Rundschreiben Nr. 17/2014, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)
Aufsichtserlass 2005 (Rundschreiben Nr. 15/2005, Geschäftszahl: BMBWK-10.361/0002-III/3/2005)

§ 8 Abs 1 Z 3 lit h/§ 175 Abs 4, 5 und § 176 Abs 1 Z 11, 12/§ 363 Abs 4 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (ASVG)
§ 3 Abs 1 Schulveranstaltungenverordnung (SchVV)

Hier wird unterschieden zwischen organisiertem und freiem Schneesportraum:

Zum organisierten Schneesportraum zählen jene Gebiete, die durch den Pistenerhalter gesichert (markiert) sind, also Pisten und Skirouten. Während eine Piste kontrolliert und präpariert wird, ist dies bei einer Route nicht der Fall. Beide sind jedoch markiert und auf alpine Gefahren wird hingewiesen (z.B. Sperre bei Gefahr). Im organisierten Schneesportraum ist der Pistenerhalter verpflichtet, alle Vorkehrungen zu treffen, um die Pistenbenützer:innen vor Lawinenunfällen zu schützen. Auf Pisten und Routen sind Skifahrer:innen daher weitgehend vor Lawinen sicher.

Die Skipisten sind je nach Schwierigkeitsgrad blau (leicht - bis 25 % Hangneigung), rot (mittel - bis 40 % Hangneigung) oder schwarz (schwer - über 40 % Hangneigung) markiert. Die Einteilung gibt wichtige Hinweise mit welcher Gruppe, welche Piste befahren werden kann, jedoch muss das gewählte Geländedem Alter und dem Können der teilnehmenden Schüler:innen entsprechen und sollte daher der Leitung bekannt sein. Eine Grundregel lautet: Kein Befahren einer schwarzen Piste mit einer Anfängergruppe.

Der freie Schneesportraum ist nicht markiert, nicht angelegt, er wird nicht präpariert und auch nicht kontrolliert. Im freien Schneesportraum sind alle Gefahren der winterlichen Bergwelt zu beachten. Die drei wichtigsten Gefahren sind: Lawinen, Absturz und Verirren.

Die Richtlinien Nr. 17/2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen regeln für den freien Schneesportraum das Variantenfahren und Touren im alpinen Gelände.

  • Unter Variantenfahren versteht man das Abfahren im freien Schneesportraum im Nahbereich einer Piste bzw. Route, wobei die Variante nicht mit einem Aufstieg verbunden ist und wieder in eine Piste/Route münden muss.
  • Unter Tour versteht man das Aufsteigen mit Winterpsportgeräten und die Talfahrt / den Abstieg im freien Schneesportraum.

Der erhöhten Gefahrensituation wird durch erhöhte Sicherheitsanforderungen bei der Ausbildung der Begleitpersonen und bei der Organisation Rechnung getragen.

Variantenfahren

Ausbildung: zu staatlich geprüfte:r Berg- und Skiführer:in, zumindest aber Berg- und Skiführeranwärter:in (der Abschluss darf nicht mehr als drei Jahre zurückliegen), staatlich geprüfte:r Skilehrer:in, staatlich geprüfte:r Skiinstruktor:in mit Alpinausbildung, Skitourenwart:in bzw. Instruktor:in Skitouren, Lehrwart:in hochalpin oder Landesskilehrer:in mit Alpinausbildung, Instruktor:in für Snowboardtouren, Snowboardinstruktor:in mit Alpinausbildung, Landesnowboardlehrer:in mit Alpinausbildung,  Diplomsnowboardlehrer:in mit Alpinkurs, Diplomsnowboardführer:in

Organisation: Zusätzlich zu den Bestimmungen für den organisierten Schneesportraum gelten:
Für die Einschätzung der Gefahrensituation im freien Schneesportraum sind neben einer abgeschlossenen Ausbildung auch die persönliche Erfahrung und die Kenntnis des Gebietes wesentlich.
Die tatsächliche Gruppengröße ist abhängig von Faktoren wie Schwierigkeitsgrad und Homogenität der Gruppe (Kondition, Erfahrung, Fahrkönnen im Tiefschnee,...). Nötigenfalls ist das Variantenfahren mit 2 Gruppenleiter:innen durchzuführen. Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften.

Sicherheit: Eine Entscheidung über Antritt bzw. Fortsetzung einer Variantenfahrt hat auf Grund
einer gewissenhaften Prüfung zu erfolgen und ist stets auf die jeweils herrschende Witterungslage (Lawinenwarndienste) abzustellen. Das Tragen eines geeigneten Schutzhelms und das Mitführen einer üblichen Sicherheitsausrüstung (Lawinen-Verschüttetensuchgerät, Lawinensonde, Schaufel, Mobiltelefon) sind obligatorisch.

Touren

Ausbildung: zu staatlich geprüfte:r Berg- und Skiführer:in, staatlich geprüfte:r Skilehrer:in mit Skiführerausbildung, Diplomsnowboardführer:in, Skitourenwart:in bzw. Instruktor:in für Skitouren/Snowboardtouren/Winterwandern

Organisation: Zusätzlich zu den Bestimmungen für den organisierten Schneesportraum gelten:
Für die Einschätzung der Gefahrensituation im freien Schneesportraum sind neben einer abgeschlossenen Ausbildung auch die persönliche Erfahrung und die Kenntnis des Gebietes wesentlich. Touren sind grundsätzlich mit 2 Gruppenleiter:innen durchzuführen. Zu beachten sind die jeweils geltenden landesgesetzlichen Vorschriften. Neben der ausgebildeten Gruppenleitung muss auch zumindest eine qualifizierte Begleitperson (fachkundige:r Zweite:r mit facheinschlägiger Ausbildung) eingesetzt werden. Die tatsächliche Gruppengröße ist abhängig von Faktoren wie Schwierigkeitsgrad, Dauer der Tour und Homogenität der Gruppe (Kondition, Erfahrung, Fahrkönnen im Tiefschnee, ...).

Sicherheit: Eine Entscheidung über Antritt bzw. Fortsetzung einer Skitour hat auf Grund einer gewissenhaften Prüfung zu erfolgen und ist stets auf die jeweils herrschende Witterungslage (Lawinenwarndienste) abzustellen. Es hat die Leitung sich hierzu des Rates ortskundiger, erfahrener und befugter Personen oder Stellen (z.B. Lawinenwarndienst, Polizei, Bergrettungsdienst, Skischulen) zu bedienen.
Begleitpersonen und Schüler:innen haben die übliche Sicherheitsausrüstung (Lawinen-Verschüttetensuchgerät, Lawinensonde, Schaufel, Mobiltelefon) mitzuführen. Für Abfahrten ist das Tragen eines geeigneten Schutzhelms erforderlich.

Achtung: Abkürzungen oder gespurte Hänge zählen nicht automatisch zum organisierten Schneesportraum. Ein Befahren dieser Hänge ist Schulgruppen daher (ohne entsprechende Zusatzausbildung der Begleitpersonen) nicht gestattet.

Rechtsquelle:
Richtlinien 2014 für die Durchführung von bewegungserziehlichen Schulveranstaltungen
(Rundschreiben Nr. 17/2014
, Geschäftszahl: BMBF-36.377/0023-II/8c/2014)

In den Informationsblättern zum Schulrecht, Teil 5: Schulveranstaltungen werden alle Regelungen Schulveranstaltungen betreffend zusammengasst dargestellt und erläutert.

Bei der Planung von Schulveranstaltungen sind die Stornobedingungen zu beachten. Das Kostenrisiko für allfällige Stornokosten liegt bei den Teilnehmer/inne/n.

Bei mehrtägigen Schulveranstaltungen empfiehlt es sich, eine Risikoanalyse durchzuführen.

Risikoanalyse und Checkliste für Schulveranstaltungen bzw. schulbezogene Veranstaltungen: www.bmbwf.gv.at/sichereschule

Falls das Szenario 4 laut Variantenmanagementplan (VPM) eintreten sollte, müssen mehrtägige Schulveranstaltungen mit Übernachtungen ausgesetzt werden.

BMBWF: Rundschreiben 16/2022 Sichere Schule - Schulbetrieb im Schuljahr 2022/23

BMBWF: Sichere Schule im Schuljahr 2022/23

BMBWF: Checkliste Risikoanalyse für Schulveranstaltungen/schulbezogene Veranstaltungen

BMBWF: Coronavirus (COVID-19)

BMSGPK: Variantenmanagementplan

Eine Risikoanalyse umfasst in der Regel folgende Schritte:

  • Sammlung von Risiken: Welche Risiken lassen sich im Hinblick auf die Veranstaltung identifizieren?
  • Bewertung der Risiken: Wie wahrscheinlich ist es, dass die identifizierten Risiken eintreten?
  • Folgen bei Eintritt des Risikos: Welche Konsequenzen hat es, wenn ein Risiko eintritt?
  • Maßnahmen zur Abfederung des Risikos und dessen Folgen: Was kann konkret getan werden, um das Risiko zu minimieren?
  • Entscheidung über die Durchführung der Veranstaltung: Die Ergebnisse der Risikoanalyse sollen am Standort diskutiert werden. Auf Basis der Diskussion, u.a. im Krisenteam, trifft die Schulleitung eine Entscheidung.

BMBWF: Risikoanalyse für Schulveranstaltungen/schulbezogene Veranstaltungen (s. Rundschreiben „Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2022/23", S. 13, Punkt 3.7.2)

Vorlage für die Risikoanalyse für bewegungsorientierte Schulveranstaltungen/schulbezogene Veranstaltungen nach § 11 (2) der COVID‐19‐Schulverordnung 2022/23

Mehrtägige Veranstaltungen Inland - Checkliste

In der Planungsphase

  • Akzeptanz betreffend höherer Sorgfaltsmaßnahmen bei Schulleitung und Lehrpersonen ist gegeben.
  • Zustimmung zur Durchführung und Kenntnis der Risiken (z. B. Infektionsrisiko, Stornokosten) bei den Erziehungsberechtigten ist vorhanden.
  • Voraussetzung betreffend Disziplin in der Klasse/den Klassen ist gegeben.
  • Die Stornobedingungen sind bekannt und akzeptabel.
  • Der Reiseveranstalter unterliegt dem Pauschalreisegesetz (PRG), hat eine GISA-Nummer und die erforderliche Insolvenzabsicherung abgeschlossen.


Am Zielort

  • Die Einhaltung der Hygienebestimmungen bei der Anreise ist sichergestellt.
  • Die Einhaltung der Hygienebestimmungen im Quartier und bei den Angeboten vor Ort ist gewährleistet (z. B. Beförderungsbedingungen der Seilbahngesellschaften).
  • Die wichtigsten Kontaktstellen für den Fall von Erkrankungen (nicht nur COVID-19) sind bekannt.
  • Ein Notfallplan für einen eventuell notwendigen Abbruch der Schulveranstaltung ist vorhanden.

Mehrtägige Veranstaltungen Ausland - Checkliste

In der Planungsphase

  • Akzeptanz betreffend höherer Sorgfaltsmaßnahmen bei Schulleitung und Lehrpersonen ist gegeben.
  • Zustimmung zur Durchführung und Kenntnis der Risiken (z. B. Infektionsrisiko, Stornokosten) bei den Erziehungsberechtigten ist vorhanden.
  • Voraussetzung betreffend Disziplin in der Klasse/den Klassen ist gegeben.
  • Die Stornobedingungen sind bekannt und akzeptabel.
  • Der Reiseveranstalter unterliegt dem Pauschalreisegesetz (PRG), hat eine GISA-Nummer und die erforderliche Insolvenzabsicherung abgeschlossen.

Am Zielort

  • Die Einhaltung der Hygienebestimmungen bei der Anreise ist sichergestellt.
  • Die Ein- und Ausreisebedingungen sowie die COVID-19-bedingten Regelungen im Gastland sind bekannt (z. B. Quarantänebestimmungen).
  • Die Einhaltung der Hygienebestimmungen im Quartier und bei den Angeboten vor Ort ist gewährleistet
  • Die wichtigsten Kontaktstellen für den Fall von Erkrankungen (nicht nur COVID-19) sind bekannt.
  • Ein Notfallplan für einen eventuell notwendigen Abbruch der Schulveranstaltung ist vorhanden.

BMBWF: Checkliste für Schulveranstaltungen/schulbezogene Veranstaltungen (am Seitenende unter "Checklisten für Schulen")

Hier kann keine generell gültige Antwort erteilt werden, da neben der Enge des Kontakts und dem Faktor Geimpft/Genesen noch weitere Variablen berücksichtigt werden müssen. Z.B. Wie lange dauert die Schulveranstaltung noch? Ist die Abreise rasch möglich? Welche Verkehrsmittel werden für die Rückreise genutzt? Es wird eine direkte Kontaktaufnahme mit den zuständigen Gesundheitsbehörden empfohlen und Entscheidungen sind nach gemeinsamer Abwägung der o.a. Fragen zu treffen.

Wir empfehlen, mit dem Betreiber der Unterkunft bereits vor der Buchung nach Lösungen zu suchen, die für beide Seiten möglich und machbar sind. Rechtlich besteht große Gestaltungsfreiheit bei der Ausgestaltung individueller Stornoregelungen. So kann man ein Stornorecht, das nur in bestimmten Fällen zur Anwendung kommt (z.B. bei Erkrankung/Absonderung einer bestimmten Schüleranzahl, bei Erkrankung des Aufsichtspersonals usw.), ebenso vereinbaren wie eine Rücktrittsmöglichkeit ohne Angabe von Gründen. Genauso frei vereinbar ist, ob dann eine Stornogebühr zu entrichten ist.

Gibt es keine individuellen Stornovereinbarungen, so ist eine Buchung grundsätzlich verbindlich. Demnach gibt es z.B. kein Stornorecht, wenn Schüler:innen oder Lehrpersonen erkranken.

Allerdings enthalten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vieler Beherbergungsbetriebe spezielle Stornoklauseln, die gelten, wenn keine sonstigen individuellen Stornoregeln getroffen wurden. Außerdem gibt es bestimmte Konstellationen, in denen Schulen von ihrer Zahlungspflicht befreit werden, obwohl keine einzelvertragliche Stornoregelung getroffen wurde. Dies gilt insbesondere, wenn die gebuchte Unterkunft aufgrund eines generellen behördlichen Betretungsverbots von niemandem touristisch genutzt werden darf (also z.B. bei einem „Lockdown“).

Hilfreich ist es, die Mustervereinabrung zwischen Schule und Beherberungsbetrieb über die Abhaltung einer Schulveranstaltung ist Teil der Informationsblätter zum Schulrecht, Teil 5 Schulveranstaltungen zu verwenden.

Müssen Schulveranstaltungen kurzfristig abgesagt werden (zB falls das Szenario 4 laut Variantenmanagemenplan eintreten sollte), liegt das Kostenrisiko für allfällige Stornokosten bei den Teilnehmer:innen. In diesem Zusammenhang ist auf günstige Stornobedingungen zu achten. Um das Risiko und Haftungen zu minimieren, wird empfohlen nur mit Reiseveranstaltern zu arbeiten, die dem Pauschalreisegesetz (PRG) unterliegen, eine GISA-Nummer haben und die erforderliche Insolvenz-Absicherung abgeschlossen haben.

Der COVID-19-Schulveranstaltungsausfall-Härtefonds steht nicht mehr zur Verfügung.

Auszug aus dem BMBWF-Rundschreiben 16/2022: Bei der Planung von Schulveranstaltungen sind die Stornobedingungen zu beachten.

BMBWF: Rundschreiben 16/2022 „Sichere Schule – Schulbetrieb im Schuljahr 2022/23" (S. 13, Punkt 3.7.1)

BMSGPK: Variantenmanagementplan

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